Goldnuggetsuche in Australien!

Metalldetektoren für spezielle Aufgaben wie z.B. Unterwassersuchgeräte oder Metallsuchgeräte für die Nugget oder Strandsuche, etc.

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jk
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Goldnuggetsuche in Australien!

Beitragvon jk » 29.09.2007, 22:58

Hallo, kann mir jemand speziell für die Goldnuggetsuche ein gutes und robustes Gerät empfehlen?
Möchte nächstes Jahr in Australien nach Nuggets suchen. Vielleicht war ja schon jemand von euch dort und hat ein paar Tipps oder hat ähnliches vor. Würd mich über eine paar Tipps und Anregungen von euch freuen.
MFG Jens

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Erdenkoenig
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Beitragvon Erdenkoenig » 30.09.2007, 08:49

Kann ich nicht :-) Minelabs Spezialnuggetdetektoren sollen sind aber scheinbar recht beliebt! ... Mußt du in Ami-Foren mal surfen ... hier ist das ja nicht sooooo geläufig. Vielleicht kannst Du Dir dann auch vor Ort einen Detektor besorgen ... Kenne den australischen Kurs allerdings nicht!
Gruß aus Augsburg

Stefan

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Lytton
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Beitragvon Lytton » 04.10.2007, 09:51

Hallo jk,

hier im Forum sind die Goldsucher nicht so breit gefächert...

Für die Goldsuche gibt es ein paar VLF-Detektoren: z. B. den Tesoro Lobo, Eureka Gold und den Goldbug. Die kannst du quasi alle in die Tonne treten, wenn es um Australien geht auf Grund er hohen Mineralisation (Hot Rocks usw.). Auch in Neuseeland habe ich kaum Gold mit meinem Tesoro Lobo finden können - zu geringe Tiefenleistung. Es muss also ein PI-Detektor sein.

Der 1. Tipp ist besorge dir bei Boomerang Reisen das Roadbock zur Goldsuche. Dann besorgst du dir einen gebrauchten Minelab Extreme, einen neuen 3500 oder einen 4000 GPX. Wenn du kaum Kohle hast nimmst du einen gebrauchten, aber laufruhigen SD 2100/2200er. Wenn du nun einen Jeep-Mietwagen hast, GPS und nun keine Ahnung hast - bleiben dir noch die 40 Grad Hitze und Schlangen und das ganze Krauchzeugs. Dafür hast du dann ca. 5000 Euro oder mehr investiert... Wie sind denn deine GPS-Kenntnisse? -> Ohne einen Lehrer bzw. Mentor wird alles schief gehen!

Ungefähr im Dezember-Januar wird ein Enthusiast (Pulse Devil) den Nemesis in Australien raus bringen, dass kann die Preise der Minelabs eventuell etwas drücken. Ob das alles klappen wird und ob der Nemesis zur Goldsuche was taugen wird, muss man sehen. Vergiss bitte den Adonis als PI-Detektor. Die ersten Prototypen sind leider nicht die erwarteten Wunderdetektoren - schade eigentlich.

Als unerfahrener Sucher vergisst du bitte alle Ratschläge und buchst bei ebäy eine Goldsucherreise, bei der du alles gestellt bekommst (z. B. einen 3500er GP von Minelab) und einen sachkundigen Führer. Dummerweise wird bei so einer Tour das Gold nie geilt, dass heißt jeder behält alles was er findet. Da gibt es einige Bereichte, wo die Kunden solcher Reisen ihren Unmut äußern. Wenn du dann nur ein kleines oder kein einziges Nugget gefunden hast, frustriert bist und 3500-4000 Euro ärmer bist - meldest du dich bei mir und wir gehen dann in Neuseeland Gold suchen (per Detektor und dredge). Da bekommst du für weniger Geld mehr Abenteuer, kein einziges gefährliches Tier (es gibt keine giftigen oder gefährlichen Tiere dort) und wahrscheinlich mehr Gold. Ich bin im März 2007 mit einer Unze Gold nach Hause geflogen (knappe 3 Wochen Suche) und meine Freundin hatte auch eine Unze im Gepäck. So um die 64 Gramm haben wir, quasi eine Handvoll Gold. Im Februar 2008 geht es wieder nach NZ, mit etwas mehr Gold hoffentlich, dem Nemesis oder einen Minelab im Gepäck.

So - viel mehr Antworten wirst du wohl nicht mehr erhalten, da diese Anfragen alle paar Wochen erneut kommen und sich kaum jemand die Mühe macht darauf zu antworten. Die Suchfunktion lässt grüßen... :roll:

In Kanada oder Alaska kann man auch sehr gut Nuggets finden. Man tauscht halt die Schlangen und das ganze Krauchzeugs mit Bären, speziell mit Grizzlybären. Deshalb haben die Führer auch immer Gewehre dabei. Was die mehr liegt ist wohl die Frage... Für Alaska (Juni/Juli) kann ich dir auch gerne eine gute Reise empfehlen. Alaska ist etwas teurer als NZ, da man dort nur mit Buschflugzeugen in die Wildnis gelangt. Ich bin schon Braunbären in Kanada begegnet und habe etwas Respekt vor Ihnen. Man muss sich halt klarmachen, dass man sich den natürlichen Lebensraum -> Fluss, Bach mit ihnen teilt. Also nun hast du mehr Infos als gewollt...schmunzel

Grüße und immer Gold in der Pfanne
Lytton

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Beitragvon hannilein » 04.10.2007, 14:22

Das ist so gemein !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nehmt mich mit,dann verzeih ich euch nochmal.
Kleine info von Mir:Australisches Naturgold hat im schnitt 92% Feingehalt,Neuseeländisches nue etwas über 60%.
Gruß
Klaus

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Beitragvon Lytton » 04.10.2007, 15:28

Aloa hannilein,

ich rede vom Gold der Südinsel. Im Norden hat man Goldvorkommen im Quarz - für uns Sondengänger also "vollkommen" uninteressant. Es gibt zwar auf der Nordinsel ein Loch ("marthas mine" ) aus dem ca. 1 Million Euro in Gold (je Woche) rausgeholt wird...aber naja.

Auf der Südinsel, also die Goldfelder von Queenstown, haben die haben Nuggets einen Goldanteil von 92-98% - tut mir ja leid^^. Sprich die Nuggets in den Bächen und Flüssen sind ja Seifengold ohne Einschlüsse von Quarz. So ist der Goldanteil auch sehr hoch! Natürlich gibt es auch Gold in der Erde zu finden - mit Quarz.

Grüße
Lytton

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Beitragvon jk » 05.10.2007, 21:27

Hallo Lytton, vielen Dank für deine ausführlichen Informationen. War in Australien vor etlichen Jahren zum Windsurfen und habe dort einen Amerikaner kennen gelernt, der sich mit der Goldsuche jedes Jahr seinen Urlaub finanziert. Er hat mir ein paar Nuggets gezeigt, die er dort gefunden hat. Das hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sodass ich das jetzt auch mal versuchen möchte. Hab Ihn natürlich damals nicht nach seiner Ausrüstung gefragt. Deshalb noch mal „Danke für die guten Tipps“.
Werd mich aber wahrscheinlich keiner Goldsucherreise anschließen. Mach das auf eigene Faust. Hoffe natürlich, das mein Geologiestudium mich da ein wenig weiter bringt.
Soll bei mir im Dezember 2008 los gehen. Werde dann wohl ca. 3 Monate dort bleiben. Falls du dann zu dieser Zeit wieder in Neuseeland unterwegs bist, lass es mich bitte wissen. Nach Neuseeland ist es dann ja auch nicht mehr weit....
Hab noch eine Frage zu den Detektoren die du genannt hast. Gibt es da einen Favoriten, speziell für Australien, oder sind die von der Leistung in etwa alle gleich? Wo kann ich die Detektoren kaufen neu oder gebraucht? Gibt es da etwas zu beachten?
Eine weitere Frage, kann mir jemand zu diesem Thema nennenswerte Literatur nennen? Möchte natürlich nicht ganz unvorbereitet losziehen..
Danke auch an Erdenkoenig für die Info.
Mit freundlichen Grüßen Jens

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Beitragvon Lytton » 10.10.2007, 13:11

@ jk

Im Dezember werde ich wohl nie in NZ sein, da das Wetter dem Frühjahr in Deutschland gleicht. Januar und Februar sind dann die Sommermonate. März ist in NZ interessant, da bekanntlich im Herbst der Wasserstand der river, creeks und streams am geringsten ist, also sich die Goldsuche per Detektor einfacher gestalten lässt.

Ja die Königsklasse ist nun mal der GPX 4000 von Minelab. In Deutschland bekommst du den Detektor für knapp 3300 Euro, in Australien z. T. teurer^^.

Wenn du andere Detektoren von Minelab nimmst, ist die Suchtiefe geringer. Die Tiefe ist das entscheidende Merkmal, also der "goldwerte" Vorteil.

Einige erfahrene Sucher meinen, dass ein GP 3500 oder ein Extreme würde auch "reichen" bzw. die Signale sind halt nicht so klar, werden aber dennoch angezeigt.
Bei gebrauchten GPs muss man wohl darauf achten, dass diese "laufruhig" sein sollen. Ich bin aber auf keinen Fall ein Experte.

Auf www.jacksgold.com wird ein Vergleich der GP-Serie dargestellt. Man kann schnell herauslesen, dass der GPX 4000 zum 3500er bis zu 10% mehr Tiefe bietet. Im Umkehrschluss heißt das, dass alle Goldsucher bisher an den tiefen Nuggets vorbeigelaufen sind. Denk mal darüber nach.

Literatur würde ich über ebay.com.au beziehen. Die Nugget-Magazine sind sehr informativ. Da gibt es Schnürstiefel ohne Metall in den Schuhen. Sonnenhüte mit Integration/Löchern für Kopfhörer, die hellsten Kopfleuchten der Welt - für die Nachtsuche und so weiter. Dort gibt es auch immer Infos, wie man ein Patchfeld richtig absucht.

Falls ich aus NZ mehr als 2 Unzen Gold mitbringe, wäre ich auch an einer Reise nach Australien interessiert, na ja mal abwarten.

Zum Schluss noch mein Tipp. Als Geologe kann es schon sein, dass du da bestimmte Merkmale am Boden erkennen kannst, also ausgetrocknete Flussläufe usw. Nur die Erfahrung fördert die Nuggets an das Tageslicht. Diese Erfahrung benötigt aber Jahre und vor allem einen Lehrer bzw. Mentor. Hast du schon mal von 20-jährgen Goldsuchern gehört die mit riesigen Nuggets zurückgekommen sind? Ich jedenfalls nicht, aber jeder muss sein Lehrgeld selbst bezahlen.

Grüße
Lytton

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Beitragvon jk » 17.10.2007, 13:22

Hallo Lytton!
Danke für die guten Infos. Hab mich nach langem hin und her nun doch für den GPX 4000 entschlossen. Liegt zwar deutlich über meinem Budget, aber denke, dass es schon Vorteil hat, sich gleich ein Gutes Gerät zu kaufen. Zumal ja auch die Australier selbst von diesem Gerät überzeugt sind.
Hoffe natürlich darauf, dass der Dollar noch ein wenig fällt, sodass ich mir den GPX aus Amerika schicken lassen kann. Zur Zeit liegt er drüben, bei 2800€ mit diversem Zubehör. Bis spätestens Sommer 2800 werde ich dann auch Besitzer eines solchen Gerätes sein.
Auch werde ich mir die Nugget Finding DVD´s von Jacksgold.com schicken lassen, um bei der Suche vorab schon mal ein wenig Unterweisung von einem Profi zu bekommen.
Würde mich natürlich sehr freuen, wenn du in Neuseeland ein paar Unzen aus dem Boden holst. Vielleicht klappt das dann ja auch bei dir mit Australien. Können dann ja eventuell mal gemeinsam dort auf die Suche gehen. Also, wenn es bei dir klappen sollte, lass es mich bitte wissen.
Falls noch irgend jemand zu dieser Zeit in Australien unterwegs ist, mit oder ohne Detektor-Erfahrung, dann bitte bei mir melden!
Mit freundlichen Grüßen Jens


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